Die Zukunft der LKW’s

alten LKW jetzt verkaufen

Bereits seit vielen Jahren ist das Thema selbstfahrende LKW für Spediteure und Hersteller besonders interessant. Dass dies ganz schnell gehen kann, erkennt man in vielen anderen Branchen und auch, welche Auswirkungen dies haben kann. Heute wird bereits spekuliert, dass in etwa 10 Jahren kein Trucker mehr für Langstrecken benötigt wird. LKW Fahrer würden dann nur noch gebraucht, wenn es um die Auslieferungen in lokalen Gebieten geht. Aber auch im Stadtverkehr wird es danach nicht mehr lange dauern bis die selbstfahrenden LKW eingesetzt werden könnten. 

Die Technik ist bereits heute so weit fortgeschritten, dass es schon fast möglich wäre. Dafür verantwortlich sind beispielsweise Radargeräte die die Umgebung analysieren, Kameras, Sensoren und auch die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander. Ein Fahrer könnte schon bald überflüssig werden. Die großen Hersteller arbeiten schon länger an solchen Systemen. Zusätzlich würde laut Hersteller die Sicherheit auf den Straßen steigen, wenn menschliches Versagen ausgeschlossen werden kann. Aber natürlich hat dies alles auch ökonomische Gründe, da fast 30 Prozent gespart werden könnten. Übernimmt ein Computer den Truck, können dadurch die Betriebskosten drastisch reduziert werden. 

Hersteller beteiligen sich aktiv

In Zukunft werden vernetzte LKW die Transportlandschaft dominieren, denn alle führenden Hersteller arbeiten an der Digitalisierung. In die Technologie werden hohe Beträge investiert und Prototypen sind ebenfalls bereits vorhanden. Das bedeutet, dass auch schon die ersten Ergebnisse vorhanden sind. In Nevada sind die ersten Testfahrzeuge bereits unterwegs auf den Straßen. Allerdings stehen die Hersteller noch vor großen Herausforderungen. Da ein Großteil der LKW auf deutschen Straßen nur zu 60 Prozent ausgelastet sind, soll sich besonders dieser Punkt mit der Vernetzung ändern. Werden die LKW mit Ladeterminals vernetzt, könnten dadurch Wartezeiten reduziert und die Auslastung erhöht werden. Mehr Fahrzeuge gäbe es dafür nicht auf den Straßen. Auf Langstrecken könnten die LKW zudem rund um die Uhr fahren. Lenkzeitenbegrenzungen gehören damit der Vergangenheit an. 

 

Fällt auch der Fahrer weg, müssen die Fahrzeuge nicht mehr an die menschlichen Anforderungen angepasst werden. Fahrverhalten oder Kabinenausstattungen müssen nicht mehr berücksichtigt werden. Eine ausgereifte Vernetzung könnte auch dazu führen, dass neben den entfallenden Wartezeiten auch der Fahrer nicht mehr auf das Be- und Entladen warten oder sich mit Papierkram rumschlagen muss. Durch eine optimierte Logistik könnten auch die Straßen entlastet werden. In die Technik werden bis zum nächsten Jahrzehnt circa 0,5 Milliarden Euro investiert. Bei den Planungen werden auch die Leerfahrten dann berücksichtigt, die heute noch besonders viel Geld kosten. Das liegt heute besonders an den fehlenden Echtzeitdaten. 

 

Durch einen vernetzten LKW könnte dieses Defizit bald behoben sein. Das gesamte Netz soll dabei herstellerübergreifend werden um alle Fahrzeuge besser nutzen zu können. Heutige Telematiksysteme sammeln nämlich nur die Daten der eigenen Fahrzeuge der jeweiligen Spedition. So wäre es auch denkbar, dass vernetzte Fahrzeuge sich automatisch vor schlechtem Wetter oder vor Staus warnen. Werden Fracht- oder Zollpapiere in Zukunft dann online versendet, würden weiter Wartezeiten minimiert. Auch die Such nach der richtigen Laderampe könnte erleichtert werden, wenn es ein intelligentes Leitsystem gibt. Neben der Infrastruktur fehlen aber auch noch die einheitlichen Standards. Denn neben den LKW die sich untereinander verständigen sollen, fehlt auch noch die Verständigung zu den Mautterminals, Behörden oder Ladeterminal. 

Die Folgen für den Arbeitsmarkt

Natürlich hätte dies auch gravierende Folgen für die rund 600.000 LKW Fahrer auf deutschen Straßen. Durch die schlechte Bezahlung und die hohe Belastung ist es im Moment allerdings auch schwer Nachwuchs zu finden. Dass die Zahl der Berufskraftfahrer abnehmen wird ist unstrittig aber auch das Berufsbild wird sich ändern. Nicht nur auf den LKW, sondern auch in den Logistikzentren. In Zukunft werden wohl Menschen mit guten IT-Kenntnissen gefragt sein. Dementsprechend ändern sich auch die Geschäftsmodelle. Über eine passende Software könnten Endkunden wie auch Hersteller den Transport selber in die Hand nehmen. Kosten könnten durch die Automatisierung optimiert werden, da es eine bessere Auslastung gibt. 

 

Auf der IAA stand die Digitalisierung bereits im Vordergrund, wobei der Wettbewerbsdruck unter den Herstellern anwachsen wird. Alle arbeiten gemeinsam an Lösungen, rund um das Thema vernetzter Lösungen. 

Platooning

Platooning ist ein Beispiel vernetzter LKW. Diese könnten zu autonom fahrenden Konvois gekoppelt werden. Erste Vorführungen gab es bereits von Daimler Benz. Hier konnten sich drei teilautonome LKW in den fließenden Verkehr einreihen. Hieraus wurde ein fahrender Verband, der vollkommen automatisiert war. Die Hersteller Ericsson und Scania arbeiten bereits ebenfalls an solchen Ideen. So wäre es machbar in Zukunft Konvois mit bis zu 10 Lastwagen in einer Kolonne fahren zu lassen, ohne dass der Mensch hier eingreifen müsste. Durch die Aerodynamik würde der Verbrauch sinken und die Verkehrsfläche könnte sich verringern. Aber auch das Thema Sicherheit ist besonders wichtig. Durch den PC am Steuer könnten viele Unfälle vermieden werden. Übermüdete oder abgelenkte Fahrer würden der Vergangenheit angehöre. Im Idealfall würde der normale Autofahrer davon noch nicht einmal etwas mitbekommen. Außer vielleicht, dass der Verkehr geringer wird und die Luftverschmutzung gesenkt werden könnte. 

Der Elektro LKW

Die BMW Group setzt im Moment gemeinsam mit einem Logistikdienstleister auf rein elektrisch fahrende LKW, die im Nahverkehr eingesetzt werden. Hierdurch werden Erfahrungen über unterschiedliche Antriebstechnologien gesammelt. 

Logistik und Augmented Reality-Datenbrillen

Logistikmitarbeiter könnten in Zukunft durch Augmented Reality-Datenbrillen in ihrer Arbeit unterstützt werden. Bei der Sortierung von Bauteilen könnte so den Mitarbeitern schon signalisiert werden, wo sich die gesuchten Teile befinden und wo diese hingehören. Die Brille könnte in Zukunft aber auch bereits eine optische Qualitätsprüfung vornehmen und die Informationen sofort in einer Datenbank ablegen. Fehlertypen könnten automatisch erkannt und signalisiert werden.

Fazit: Vor- und Nachteile neuer Technologien

Das Berufsbild des Kraftfahrers wird sich in naher Zukunft durch die neuen Technologien grundlegend ändern. Aber auch die Mitarbeiter im Umfeld müssen sich auf einige Änderungen gefasst machen. Für den Verbraucher könnte dies aufgrund sinkender Preise positiv bemerkbar machen. Auf kurz oder lang wird der Beruf des Truckers wie wir ihn heute kennen aber wohl aussterben.